Guy

 
dark times © Andrey Kiselev - Fotolia.com
Guy Lacroix

Kommissär im Dienste des Kaiserlichen Kriminalamtes

Aufgewachsen in einem der übelsten Viertel Cölns, lernt er schon früh seine Fäuste zu gebrauchen. Nur die Starken überleben, wo man sich den Schlafplatz mit Ratten teilt, wo eine warme Mahlzeit Luxus, Freundschaft unbezahlbar ist. Er wäre einer der hoffnungslosen Fälle gewesen, ein Junge, dessen Weg vorbestimmt und unabwendbar ist – ein Weg, der ihn vom kleinen Gauner, zum Verbrecher geführt hätte, vielleicht sogar zum Mörder, und der auf dem Schafott geendet hätte oder in einer nach Unrat stinkenden, dunklen Gasse, mit einem Messer im Rücken.

Aber Guy wird aufgegriffen, bevor er seine Seele an den blauen Teufel verkauft, bevor der letzte Hoffnungsfunken erloschen, das Gute in ihm verdorrt ist. Er wird in ein Erziehungscamp der Dampfmagischen Gesellschaft gesteckt. Und auch dort wäre ihm kein besserer Weg vergönnt gewesen, wenn nicht ein Aufseher, unter all der Wut, dem Hass und der Gewalt, in die sich der Junge geflüchtet hat, den wahren Guy erkannt hätte: Einen klugen Jungen, den die Umstände zu dem gemacht haben, was er ist, der mit allen Mitteln ums blanke Überleben kämpft. Einen Jungen, der trotz aller Brutalität einen tiefverankerten Gerechtigkeitssinn hat. Der Aufseher lehrt Guy seine Wut zu bändigen, Probleme nicht mit den Fäusten zu lösen, er lehrt ihn lesen und schreiben und was es bedeutet, Teil der Gesellschaft zu sein.

Und Guy lernt schnell, denn eines will er auf keinen Fall: Zurück in das stinkende Elend, in dem er aufgewachsen ist. Er macht seinen Schulabschluss und bewirbt sich bei der Polizei, besteht die Aufnahmeprüfung und stellt all seine Kraft in den Dienst des Gesetzes.

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