Olga

 
Olga

Olga ist 12 Jahre alt. Sie kommt als Tochter rechtloser Leibeigener auf die Welt und Hungern gehört genauso zum Alltag, wie brutale Übergriffe durch die Armee. Aufgrund dieser Erfahrungen gelangt sie zu der Erkenntnis, der Diebesstand sei der einzig ehrbare Beruf, denn Diebe nehmen nur das, was sie zum Leben brauchen und bringen dabei niemanden um. In ihrem Dorf teilt man diese Ansicht nicht, und da auch ihre rebellischen Ideen auf keine Gegenliebe stoßen, jagt man sie fort.

Für kurze Zeit findet sie Unterschlupf bei einer jenen kleinen, revolutionären Zellen, die sich überall im kriegsgebeutelten Land bilden. Diese fordern Rechte für Arbeiter und Bauern, die Abschaffung der Leibeigenschaft und sogar etwas, was sie „Wahlen“ nennen. Auch, wenn Olga nicht alles von dem begreift, wofür sich ihre neuen Freunde einsetzen, so begeistert sie sich schnell für deren Ziele. Leider geht das nicht lange gut. Eines Tages sieht sie mit an, wie ihre Freunde von Soldaten umgebracht werden. Erneut heimatlos schlägt sie sich wieder als Diebin durchs Leben. Geblieben ist ihr nur der Kampfruf, der die Hoffnung auf eine bessere Zukunft ausdrückt: „Tod dem Zaren!“

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